Die Hackerethik
Die Hackerethik nach der Definition des Chaos Computer Clubs1 beschreibt "[d]ie ethischen Grundsätze des Hackens":
Der Zugang zu Computern und allem, was einem zeigen kann, wie diese Welt funktioniert, sollte unbegrenzt und vollständig sein.
Alle Informationen müssen frei sein.
Mißtraue Autoritäten – fördere Dezentralisierung.
Beurteile einen Hacker nach dem, was er tut, und nicht nach üblichen Kriterien wie Aussehen, Alter, Herkunft, Spezies, Geschlecht oder gesellschaftliche Stellung.
Man kann mit einem Computer Kunst und Schönheit schaffen.
Computer können dein Leben zum Besseren verändern.
Mülle nicht in den Daten anderer Leute.
Öffentliche Daten nützen, private Daten schützen.
Insbesondere die ersten beiden sowie der letzte Punkt sind für diese Arbeit relevant, denn sie zeigen sehr klar die Diskrepanz zwischen dem Bestreben, alle Informationen öffentlich zugänglich zu machen und dem Bestreben, private Daten zu schützen. Der Wunsch danach, alle Informationen (also auch über potentielle Sicherheitslücken) frei zugänglich zu machen, steht im direkten Widerspruch zum letzten Punkt, private Daten zu schützen: Denn in dem Moment, in dem ich eine entdeckte Sicherheitslücke öffentlich mache, gefährde ich sofort alle Menschen, die die von der Sicherheitslücke betroffenen Software verwenden, da ihre Datensicherheit und -hoheit gefährdet ist. Der erste Punkt kann außerdem als Kritik an geschlossenen Systemen - wie Spielekonsolen es sind – gesehen werden, denn der Zugang zu den Konsolen ist nicht "unbegrenzt und vollständig", als Nutzer habe ich nur Zugriff auf einen kleinen Teil des Funktionsumfangs der Software und werde vom Hersteller "bevormundet", was ich mit der Konsole tun darf und was nicht.
In der Diskussion wird diese Diskrepanz weiter thematisiert.