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Custom Firmware (CFW)

Bei einer Custom Firmware handelt es sich um eine modifizierte System-Software eines Geräts. Durch die Modifikation werden dem Gerät beispielsweise weitere Funktionen hinzugefügt oder freigeschaltet, die nicht für das Gerät bestimmt waren. Ein Beispiel für eine solche Modifikation ist OtherOS++.1 Durch die Modifikation der PS3-Systemsoftware wurde die Funktion, Linux auf der PS3 zu starten, nachträglich wieder hinzugefügt, nachdem Sony die Funktion in einem Update der Konsole entfernt hatte.

Außerdem gestatten viele Custom Firmwares das Abspielen von kopierten Spielen, die sich nicht mehr auf einem originalen Medium wie einer UMD (Universal Media Disc)2 für die PlayStation Portable oder einer Blu-ray Disc3 für die PlayStation 3, PlayStation 4 und PlayStation 5 befinden, sondern von einer Festplatte oder Speicherkarte abgespielt werden können.

Es gibt zwei Arten, wie Custom Firmwares erzeugt werden können:

Entweder entwickelt ein Hacker ein Programm, das der Endanwender nutzt, um aus einem regulären, offiziellen Update und weiteren Dateien eine Custom Firmware zu erzeugen, die anschließend installiert wird. Hierbei verhindert man, dass eine Urheberrechtsverletzung im Sinne der Systemsoftware-Lizenzbestimmungen stattfindet, denn die Weitergabe modifizierter System-Software-Versionen ist untersagt. Indem man dem Nutzer die Möglichkeit gibt, diese Dateien selbst zu erzeugen, ist eine Weitergabe nicht mehr erforderlich. Beispiele hierfür waren oftmals PlayStation Portable-Custom Firmwares, etwa die 6.61 PRO-Firmware.4

Andere Hacker veröffentlichten bereits modifizierte Update-Dateien und verstießen damit gegen die Systemsoftware-Lizenzbestimmungen. Einige Beispiele sind etwa die Custom Firmwares des Hackers Evilnat5 und des Teams Rebug6 für die PlayStation 3.